leimental.ch

04 Rebbau i L Rebberg Landskron

05 Rebbau i L Kuhn portrait

Mit den Römern kamen auch die Reben in unsere Region. In der Klus bei Aesch wurden Zeitzeugen wie Tonscherben von Amphoren und Rebstockreste gefunden, die auf das dritte bis vierte Jahrhundert nach Christus datiert wurden 1). Im Mittelalter waren Klöster und Burgherren oft Besitzer der Rebberge. In Biel-Benken kennt man die erste schriftliche Erwähnung beim Verkauf des Schlosses 1522. Die Landskronreben wurden bereits 1461 im Kaufvertrag der Landskron aufgeführt. Im Kaufvertrag von Hans Bernhart von Gilgenberg an Peter Reich von Reichenstein 2) steht:

«Ich Hans Bernhart von Gilgenberg Ritter tun kunt und bekenn mit diesem brief … dem Peter Richen von Richenstein … das Schloss und Burg Landskron am blauen im Basler Bistum im Leymental gelegen mit dem Berg Rebengarten Gütern Hofstätten schüren trotten holz feld weid und allen andern begriffungen und zugehörigungen verkauft hab»
«... als man zält von gots geburt tausend vierhundert sechzig und ein Jar»

Die Rebleute hatten damals mit dem Weinzehnten eine wesentliche Abgabe an die Obrigkeit zu leisten. Nebst dem Landvogt durfte auch das Kloster Mariastein von gewissen Gemeinden, z. B. Hofstetten-Flüh, den Weinzehnten einfordern 3). So berichtete 1799 der Pfarrer über die ökonomischen Verhältnisse und schrieb, dass das Kloster 20 Saum Wein erhielt.

06 Rebbau i L Marienkaefer
 07 Rebbau i L Trauben

Das Kloster Mariastein war im Rebbau sehr aktiv. Es besass eine Trotte und drei Rebberge, «St. Anna » 4) in Mariastein und die Rebberge «Unter dem Holz» und «Reutti» 5). Im Mittelalter war der Ertrag des Klosterweins aus diesen Rebbergen zwischen 1700 und 1750 etwa 170 Saum pro Jahr 3) entsprechend 225 Hektoliter. Bei einem mittleren Ertrag von 0,75 kg/m2 umfasste die gesamte Fläche der drei Rebberge ungefähr 4 Hektaren. Um den Bedarf im Kloster und dem zugehörigen Gasthof Kreuz zu decken, musste noch Wein aus den umliegenden Gemeinden zugekauft werden 3). Pater Karl Motschi wirkte um die Mitte des 19. Jh. als Ökonom im Kloster und war als Grosskellner ein bekannter Förderer und Berater für den Rebbau im Leimental 6). Er wollte den Rebbau, der zu dieser Zeit bereits an Anbaufläche verloren hatte, verbessern und stand den Bauern mit Rat zur Verfügung. Die Arbeiten in der Trotte des Klosters wurden in den «Weinrodeln» exakt festgehalten. Diese sind ab 1660 im Archiv des Klosters vorhanden. Unter der Säkularisierung des Klosters (1874) litten auch die Aufzeichnungen über den Rebbau. So findet man keine Akten über das Schicksal der klostereigenen Rebberge.

Im 17. und 18. Jh. war die Blütezeit des Rebbaus in der Region. Wein galt als wichtiges Nahrungsmittel, da die Qualität des Trinkwassers vielfach bedenklich und der Wein durch den Gehalt an schwefliger Säure weitgehend frei von Krankheitserregern war. Der Rebbau erlebte Ende des 19. Jh. einen dramatischen Rückgang in der ganzen Schweiz. Ein Grund dafür war der Bau der Eisenbahn. Mit der Eröffnung des Gotthard-Tunnels (1882) bestand die Möglichkeit besseren und billigeren Wein aus Südeuropa herbeizuschaffen. Was vorher von Säumern über viele Tage transportiert wurde, war nun in kurzer Zeit möglich, und dies zu einem Bruchteil der Kosten. Grosse Probleme brachten auch die aus Amerika eingeschleppten Rebenkrankheiten wie der Mehltau und etwas später die Reblaus. Diese Krankheiten führten vielerorts zu einer Zwangsrodung des ganzen Rebberges. Verbunden mit der Industrialisierung und der damit verbundenen Bevölkerungszunahme waren diese südorientierten Lagen in unseren Dörfern begehrt und verbreitet der Bauzone zugeteilt worden. Wo dies nicht geschah, begann ab 1970 wieder eine Zunahme der Rebflächen. Die Entwicklung des Pflanzenschutzes und die Verbesserungen des Rebbaus und der Kelterung wurde durch den Bau staatlicher Forschungsinstitute gefördert. Zusätzlich wurde das erarbeitete Wissen über den Rebbau und die Weinbereitung in staatlichen Schulen an die Winzer weitergegeben. In den wenigen noch freien Vorzugslagen in unserer Region werden heute Qualitätsweine erzeugt, die wenig Gemeinsames mit den früheren Massenprodukten haben. Anbau und Weinproduktion werden vom Staat kontrolliert (Qualität und Menge), was mit einem Attest auf der Etikette (AOC) vermerkt wird.

Im Leimental werden heute die Trauben in vier Haupterwerbsbetrieben: Ambros Thüring, Jörg Thüring und Urban Thüring in Ettingen sowie Stephan Gschwind in Therwil gekeltert. Sechs weitere landwirtschaftliche Mischbetriebe bewirtschaften einige grössere Rebflächen. Viele kleinere Rebparzellen werden von Freizeitwinzern gepflegt, die ihre Trauben meistens in Haupterwerbsbetrieben keltern lassen. Einige wagen sogar die Selbstkelterung. Auch für sie bieten staatliche landwirtschaftliche Schulen Kurse in Theorie und Praxis an.

Von vielen Gemeinden fehlen Angaben über den Rebbau im 18. und 19. Jh. Die 1877 geschaffene Siegfriedkarte erlaubt uns jedoch, die Rebflächen für alle Gemeinden herauszumessen.

08 Rebbau i L Knospe 

Veränderungen in den einzelnen Gemeinden

Binningen: 1877 waren der ganze Osthang von der Binningerhöhe bis zur Grenze zu Basel sowie kleinere Rebparzellen am Westhang, vom Margarethenhügel bis zur Grenze zu Bottmingen, mit total 1540 Aren bedeckt. Seiler, J. erwähnte 1863 in seiner Heimatkunde von Binningen 7) sogar 20 Hektaren Reben. All diese Reben verschwanden anfangs des 20. Jh. Seit 1994 existiert ein neuer Rebberg mit 22 Aren am Margarethenhügel. Er wird vom Rebbergverein St. Margarethen mit mehr als 400 Gönner-Mitgliedern, davon 25 bis 30 aktiven Winzern, betrieben. Der alte Betonbunker ist im Besitz des Vereins und wird als Rebhäuschen genutzt.

Bottmingen: Vor 150 Jahren waren 250 Aren Reben in den Lagen «Rüti » und «Schönenberg». Heute existieren im «Schönenberg» noch 55 Aren, die von der Rebzunft gepflegt werden.

Oberwil: Im Gemeindebann waren 1877 im Norden der Rebberg «Stallen», gegen Biel-Benken der «Vorderer Berg» und beim Birsig der «Hinterberg», mit total 2080 Aren. Heute beschränken sich die 110 Aren Reben auf den «Hinterberg» und den «Bernhardsberg».

Biel-Benken: 1774 war der Rebbau mit 4500 Aren der Haupterwerb der Bauern. 1857 waren es sogar 4536 Aren 8), die bis 1877 auf 2480 Aren zusammenschrumpften. Heute werden gerade noch 429 Aren bewirtschaftet. Damit ist Biel-Benken aber immer noch die grösste Rebbaugemeinde im Leimental.

Therwil: Hatte 1877 zwei grosse Rebgebiete, den ganzen Südhang «Vorder Berg» und den «Rebgarten», total 1600 Aren. Heute ist der «Vorder Berg» überbaut, nur noch im «Rebgarten» ist eine Rebfläche von 178 Aren.

Ettingen: Heute besteht ein zusammenhängender Rebberg von 388 Aren im «Vorderberg». 1877 war die Rebfläche grösser. 1430 Aren verteilten sich auf die Rebberge «Vorderberg», «Eigen» und «Flühberg». Die letzteren beiden Standorte sind heute begehrte Wohnzonen.

Witterswil: Die 360 Aren von 1877 existieren nicht mehr. 1945 gab es einige isolierte Parzellen, die aber 1964 wieder aufgegeben wurden. Die heutigen 40 Aren entstanden ab 1974.

Hofstetten-Flüh: 1825 betrug die Rebfläche 2320 Aren 9), 1877 noch 1500 Aren, die bis 1975 auf 7 Aren 9) abnahmen. Ab 1985 nahm die Rebfläche wieder zu auf 240 Aren, wobei der Hauptanteil auf die Landskronreben (191 Aren) entfällt.

Metzerlen-Mariastein: 1877 waren drei Rebberge von total 550 Aren. «Unterer Berg» links der Strasse von Metzerlen nach Rodersdorf, «Äusserer Berg» am Südhang des Klosters Mariastein und die «St.-Anna-Reben», die Klosterreben, von der St. Annakapelle bis hinauf zum Heulenhof. Heute sind es noch 89 Aren, 28 Aren Reben in der Lage «Unterer Berg» und 61 Aren in Mariastein «St.-Anna-Reben», ganz oben beim Heulenhof.

Rodersdorf: 1877 waren nördlich vom «Hollenfeld» 480 Aren Reben. Nach dem völligen Verschwinden wurden ab 1985 neue Rebberge von heute total 58 Aren angelegt.

Burg: Heute gibt es eine kleine Parzelle von ca. 2 Aren im Klustal (nicht im Reb-Kataster aufgeführt). Auf Plänen von 1970 lautet der Flurnamen dieser Lage «Unter den Reben». 1707 wurden ca. 100 Aren Reben (oberhalb der heutigen Rebparzelle) von den Burgbesitzern dem Domstift Basel verkauft 10). 1877 existierten diese Reben bereits nicht mehr.

Leymen: 1877 gab es wie heute die drei Reblagen, «Alter Berg» und «Neuer Berg», nördlich des Dorfes am gleichen Hügelzug wie die Reben von Biel-Benken sowie auf dem Tannwald den oberen Teil der «Landskronreben », total 1240 Aren. 2016 ist noch eine Fläche von 244 Aren Reben vorhanden.

Liebenswiller: 1877 zählte man 660 Aren Reben, die «Heiligenbrunnreben ». Diese verschwanden komplett. Ab 1992 wurden von zwei Freizeitwinzern aus dem schweizerischen Leimental im Gebiet «Altbergreben » 5 Aren angepflanzt.

Der Verlauf der Rebflächen war nicht einheitlich. Vielerorts verschwanden sie völlig. In einigen Lagen begann aber wieder eine Neubepflanzung. Die alten Flächen wurden aber nie mehr erreicht. Etwas Sonderbares geschah in Mariastein beim «Äusseren Berg». Die Rebfläche betrug 1877 251 Aren, schrumpfte bis 1917 auf 12 Aren und 1931 waren sie ganz verschwunden. Anschliessend wurden bis 1938 wieder vier Rebberge von total 45 Aren bepflanzt. Bis 1955 vergrösserte sich die Rebfläche auf 200 Aren. Auf der Landeskarte wurde ab diesem Datum diese Lage «Ussere Reben» bezeichnet. Dies war aber nur ein kurzes Aufbäumen. Nach 1961 verschwand mit der letzten «Herbstet» auch diese noch junge Rebfläche endgültig 11). An diesem Südhang entstand dann eine begehrte Wohnlage mit Einfamilienhäusern.

Rebsorten
1857 schrieb Johannes Kettiger in einem Bericht über Landwirtschaftliche Zustände in Basel-Land8), dass in erster Linie «blauer Klevner» (Blauburgunder) angebaut wurde. Beim Weissen waren es die Sorten «Gutedel» und «Elben» (Elbling). Heute kennen wir im Leimental 28 verschiedene Rebsorten, in der ganzen Region Basel sind es deren mehr als 40, wobei die neugezüchteten pilzwiderstandsfähigen (PIWI) Sorten auch aus ökologischer Sicht immer mehr Anklang finden, weil weniger Behandlungen notwendig sind. Die drei Hauptsorten in der Region Basel sind Blauburgunder (53 %), Riesling-Sylvaner (12,5 %) und Gutedel (3,3 %). Bio-Wein wird im Leimental nur auf einer Parzelle in Oberwil produziert, die vom Schlatthof Aesch BL (Christoph Merian Stiftung) betrieben wird.

Mit der Pflege des Rebbaus wird ein altes Kulturgut am Leben erhalten. Dazu schafft der bei uns nachhaltig betriebene Rebbau auch einen Lebensraum für Wärme liebende Tiere und Pflanzen. Bekannt im Leimental sind die Rebbergtulpe, die in Oberwil, Biel-Benken und Therwil anzutreffen ist, oder die Rebberghyazinthe. Wo noch Trockenmauern vorhanden sind, ist die Mauereidechse zu finden. Im Landskronberg gibt es auch eine kleine Population der Schlingnatter, die auch schon in den Reben von Flüh beobachtet wurde. Zudem ist man bemüht, in mehreren Rebbergen der Vogelwelt eine neue Heimat zu geben. Dazu werden geeignete Nistkästen montiert und in grösseren Parzellen das Gras zwischen den Rebenreihen länger stehen gelassen, damit die Bodenbrüter sich vermehren können.

Herbert Kuhn

09 Rebbau i L Eidechse

Quellen:
1) Richli G.; Do wo mer eusi Räbe hei…, Weinbaugenossenschaft Aesch (2006)
2) Staatsarchiv Solothurn, Denkwürdige Sachen, Bd. 2
3) Kaiser, O.; Vom Rebbau im Dorneck, Museumskommission Dornach (1952)
4) Obrecht, A.; Vom Rebbau im Leimental. In: Baselbieter Heimatblätter, 65. Jahrg. Nr. 1–2 (2000)
5) Fürst, M.; Die Wiedererrichtung der Abtei Beinwil und ihre Verlegung nach Mariastein (1622–1648) In: Jahrbuch für Solothurnische Geschichte (1964)
6) Kohler, J.M.; Der Weinstock und der Wein, Verlag J. J. Christen, Aarau (1809)
7) Seiler, J.; Heimatkunde von Binningen (1863)
8) Kettiger, J.; Landwirtschaftliche Zustände in Basel-Land, Lüdin & Walser, Liestal (1857)
9) Muggli, R.; Rebbau in Hofstetten und Flüh, Schriftenreihe zur Ortsgeschichte der Gemeinde Hofstetten-Flüh, Nr. 3 (1986)
10) Membrez, A.; Geschichte des Weinbaues im Laufental, Edition «Pro Jura» Délemont, Buchdruckerei CHS. & W. Gassmann in Biel (1947)
11) Kamber, P.J.; Metzerlen Bilder aus der Dorfgeschichte. Mengis + Sticker, Luzern (1975)

 

 

vv_mariastein_metzerlen

Mariastein gehört politisch zur Gemeinde Metzerlen. Diese liegt in der solothurnischen Exklave Leimental, die hineingreift ins  elsässische Nachbarland und begrenzt wird vom Kanton Baselland, unter anderem auch dem Laufental. Landschaftlich hat die Gegend ihre besonderen Reize. Auf einer erhöhten Ebene gelegen (512 m ü. M.) und angelehnt an den Nordfuss des Blauens, bietet sich der  Wallfahrtsort für einen Tagesausflug oder als optimaler Ferienort für Menschen, die Erholung und Ruhe suchen. Gibts eine lieblichere Gegend im Solothurnischen als das Leimental? Gut ausgebaute und markierte Spazier- und Wanderwege, wie beispielsweise „Die 5. Solothurner Waldwanderung“ entlang der Landesgrenze und vier Routen Rund um Mariastein bietet. Die rund 44 km lange Waldwanderung ist kaum an einem Tag zu schaffen. Geniessen Sie auf der Route eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, grosse Eichenwälder und strauchreiche Waldränder mit insgesamt 55 Infotafeln. Restaurants und Hotels bieten den Gästen und Pilgern eine reichhaltige Verpflegung und Unterkunft an. Parkplätze stehen selbstverständlich auch zur Verfügung.

In der Jugendherberge Rotberg finden vor allem Jugendliche, Familien, Schulen und Gruppen ein romantisches Standquartier. Eine natürliche Felsenhöhle, die später zu einer Kapelle mit dem Gnadenbild der  lächelnden Madonna umgestaltet wurde, ist das Zentrum der Marienwallfahrt die dem Ort den Namen gab. Darüber erhebt sich heute hart an der Felsenkante die Klosteranlage mit der  Wallfahrts- und Klosterkirche. Die Gnadenstätte „im Stein“ wird 1434 erstmals erwähnt. Über die Entstehung der Wallfahrt, die noch ins 14. Jahrhundert zurück reicht, weiss die Legende zu berichten: Ein Kind sei über den Felsen gestürzt und durch das Eingreifen der Gottesmutter Maria vor dem sicheren Tod bewahrt worden. 1636 übernahmen die Benediktiner vom Kloster Beinwil im Solothurner Jura den Gnadenort zur Betreuung der zahlreichen Pilger. Sie verlegten 1648 das Beinwiler Kloster nach Mariastein. Hier errichteten sie die Klostergebäulichkeiten und die geräumige Basilika. Sie ist noch nach gotischem Stilempfinden gebaut worden, erfuhr aber später eine barocke Ausstattung. Auf Anfrage sind Klosterführungen für Pilger aber auch für alle anderen Interessierten möglich. Auf dieser Tour erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Benediktinerklosters. Über eine Diashow erfahren Sie über das Leben der Benediktinermönche

Neben Einsiedeln ist Mariastein der zweitgrösste Marienwallfahrtsort der Schweiz. Jährlich besuchen hunderttausende von Pilgern, Ruhesuchende, kulturell Interessierte und Ausflügler von nah und fern diesen heiligen Ort mit der Gnadenstätte.

Hotels/Restaurant u. Jugendherberge in Mariastein

Hotel Jura
061 731 10 03            www.hotel-jura.ch
(Di geschlossen)
Hotel Post
061 731 10 22            www.hotelpost-mariastein.ch
(Mo geschlossen)
Kurhaus Kreuz
061 735 12 12            www.kurhauskreuz.ch
 
Restaurant Lindenhof
061 731 10 28            www.restaurant-lindenhof.ch
(Mi ab 17.00 Uhr/Do geschlossen)
 Jugendherberge SJH Rotberg
061 731 10 49            www.youthhostel.ch/mariastein
(Mitte Dez. bis 1. März geschlossen)
                       Restaurant in Metzerlen
Restaurant Kreuz 
061 731 14 95            www.kreuz-metzerlen.ch
(Mo/Di geschlossen)
Landskron
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Sehenswürdigkeiten in und um Mariastein

Basilika / Gnadenkapelle

St. Annakapelle (10 Min. zu Fuss)

Kräutergarten beim Kurhaus Kreuz

Jugendherberge Rotberg (20 Min. zu Fuss)

Ruine Landskron, Tannwald (F-Leymen) 30 Min zu Fuss

Lebensmittel und Souvenirs

Pilgerlaube
 061 731 21 35 (Mo geschlossen)
Art of the Heart
 061 731 20 88
Kerzenhaus
 061 761 71 12

Mariastein ist erreichbar:

Per Bahn: Basel ab Bahnhof SBB/Heuwaage Tram BLT: Linie 10 bis Flüh,

von da aus mit dem PostAuto oder zu Fuss (ca. 30 Min.).
Per Auto:
über die Autobahn aus allen Richtungen: Ab Basel Autobahnverzweigung über

die A18 Richtung Delémont via: - Aesch (Autobahnausfahrt) oder vom Jura her über Laufen – Röschenz – Metzerlen

Verkehrsverein Mariastein-Metzerlen

CH-4115 Mariastein

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Öffnungszeiten Klosterkirche

Ab 06.00 bis 20.15 Uhr. Weitere Informationen erhalten Sie über:

Kloster Mariastein: Tel. 061 735 11 11, www.kloster-mariastein.ch

 
 Das liebliche Leimental am Fusse des Juras hat in den letzten hundert Jahren eine starke Wandlung erfahren. Was sich um 1900 noch als Tal der Bauern respektive, Versorgungsgegend von Basel präsentierte, hat sich via Arbeitsreservoir der Grossindustrie zur Wohnlandschaft und zum Naherholungsgebiet der Stadt Basel gewandelt.

Der Aufschwung verlief parallel zur Entwicklung der Stadt Basel, deren Industrie und dem Ausbau der Birsigtalbahn, respektive der BLT. Arbeiteten vor hundert Jahren die meisten Leimentaler noch in der Landwirtschaft oder als Handwerker im eigenen Dorf, so wurde nach und nach Basel der Arbeitsort der meisten Talbewohner

Anfang des Jahrhunderts prägten die Bräuche und das alte überlieferte Gedankengut noch das Dorfleben. Je mehr die Industrialisierung fortschritt, um so mehr ging davon verloren. Zum Glück schlossen sich Interessierte zusammen und sorgten dafür, dass möglichst viel des Kulturgutes erhalten bliebt. Die vielen neu im Leimental auftretenden Dialekte, respektive Sprachen, sowie Fernsehen und Radio lassen die in jedem Dorf gesprochenen Nuancen des Dialektes verschwinden. So kann man nicht mehr auf Anhieb feststellen, ob das Gegenüber aus Oberwil, Therwil oder Metzerlen kommt.

Der 1901, im Zusammenhang mit dem Ausbau der Birsigtalbahn, gegründete Verkehrsverein des Birsig- und Leimentals setzte sich von Beginn weg zum Ziel, sich für das Kulturgut einzusetzen. Anfänglich standen sicher preiswerte Fahrpreise der BTB, die Werbung für das Tal und die bestehenden Kurbäder ( Sie haben richtig gelesen!), das Wandergebiet und die Birsigtalbahn im Vordergrund. Sicher war auch die Förderung des Tourismus und die Attraktivität des Tales für erholungshungrige Basler eine wichtige Aufgabe. Bald aber ging es um das Vertrautmachen der neu angesiedelten Einwohner mit den vorhanden Bräuchen und Kulturdenkmälern. Auch für die Erhaltung von besonderen Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel der Ruine Landskron oder die Chällengrabenschlucht, setzte sich der Verein ein. 

Heute sind nach hundert Jahren die Vorzeichen für den nun als Verkehrsverein Leimental auftretenden Verein anders. Der grosse Tourismusstrom blieb aus; das Leimental wird nun als Naherholungsgebiet für die Stadt Basel genutzt. Der Verein organisiert Besichtigungen von Museen, Dörfern, Ruinen, Ausstellungen und Firmen des Leimentals. Interessante Exkursionen und Vorträge im Zusammenhang mit dem Tal und seiner Umgebung runden das Angebot ab. So manche gut erhaltene Häuserzeile oder interessante Anekdote eines gestandenen Leimentalers erfreuen unsere Mitglieder.

Die Broschüre „Leimental von Binningen bis Burg“ wurde soeben 2008 in ihrer sechsten Ausgabe überarbeitet. Die beiden Veröffentlichungen werden Ihnen eine wertvolle Hilfe beim Erkunden des Leimentales bieten. Für jede Jahreszeit sind geeignete Wanderrouten möglich. Ob Sie Schatten oder Sonne lieben, unser Tal kann Ihnen alles bieten. Geniessen Sie die verschiedenen Gesichter des Tales von den vielen Anhöhen aus. Vom Oberwiler Bernhardsberg, dem Therwiler Stutz, dem Ettinger Amselfels, der Landskron, den Liebenswiller- und den Rodersdorfer Reben aus, erleben Sie jeweils einen neuen Blickwinkel.

kurz und bündig

  • Gegründet 1901 als „Verkehrsverein des Birsig- und Leimentals“
  • Einzugsgebiet
    das Leimental umfasst 14 Ortschaften von Binningen bis Burg
    - 2 Kantone (Baselland, Solothurn)
    - 2 Länder (Schweiz und Frankreich)
    - über 60'000 Einwohner

  • Über 750 Mitglieder

  • Auftrag, Tätigkeitsgebiet
    – Der Verein ist politisch und konfessionell neutral
    – Erhaltung und Förderung der dörflichen Kultur
    – Vorträge, Führungen, Besichtigungen durchführen

  • Bisherige Publikationen und Presse-Präsenz
    - Leimental-Buch, 1904 „Birsig- und Leimental und der Schweizer Blauen“
    - Leimental-Buch, 1916, „Tourenführer für das Birsig- und Leimental“
    - Leimental-Buch, 1965
    - Leimental-Buch, 1980
    - Broschüre „Leimental von Binningen bis Burg“
    1. Ausgabe 1997, Auflage 16‘000
    2. Ausgabe 1999, Auflage 24‘000
    3. Ausgabe 2001
    4. Ausgabe 2003
    5. Ausgabe 2005
    6. Ausgabe 2008, Auflage 24'000

    7. Ausgabe 2011, Auflage 25'000
    8. Ausgabe 2014, Auflage 25'000
    – Info-Bulletin für die 800 Mitglieder, erscheint ca. 4 x im Jahr
    – Internet-Auftritt unter
    www.leimental.ch, Relaunch 2008

  • 2001, Jubiläumsjahr
    Der VVL hat ein Leimental-Buch „vo hinge füre“ herausgeben. Das 226-seitige Werk beinhaltet folgende Themen :
    - die Geschichte des Leimentals
    - Dichter, Autoren, Originale, Künstler, Bräuche, Grund und Boden, Kultur etc.
    - die Vereinsgeschichte
    - Bilder einst und jetzt
    - die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
    - Ausflugsziele und Restaurants

    - Auflage 5'000 Exemplare
    - Präsentation mit Buch-Vernissage am 15. Juni 2001 im Beisein von BL-Regierungsrat Erich Straumann

Mitgliederbeitrag

Einzelpersonen 25 Franken im Jahr

Ehepaare 40 Franken im Jahr

Verkehrsverein Leimental
Postfach 252
CH-4107 Ettingen

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

Aussichtspunkt Amselfels

Oberhalb Ettingen mit prächtiger Aussicht in die Vogesen, in den Schwarzwald und ins Leimen- und Birstal.

 Hofstetter Chöpfli

Das Naturreservat mit trocken-warmem Lokalklima bietet einer besonderen Vegetation und den Flaumeichen einen geeigneten Lebensraum. Die Aussicht auf das Kloster Mariastein und die Landskron entschädigen den Wanderer für den steilen Aufstieg von der Station Flüh aus.

 Hofstettermatte

Vom Restaurant Bergmatten, gerade oberhalb der Hofstettermatte, blicken Sie auf die Stadt Basel, den Schwarzwald und ins Elsass. Mit dem 10er-Tram bis Flüh und anschliessend mit der Buslinie Nr. 69 nach Hofstetten. Bei der Haltestelle «Dorf» steigen Sie aus. Zu Fuss (ausgeschildert) bis zum TCS-Parkplatz (ca. 30 Minuten): Statt auf der Strasse gehen Sie nun rechts durch die raue, wunderschöne Chälegrabenschlucht. Sie gelangen nun zur früheren BTB-Spielwiese Hofstettermatte.

 Kainitz

Mit der Buslinie Nr. 60 oder 64 bis Biel Unterdorf. Zu Fuss via Spittelhof gelangen Sie in etwa 30 Minuten zum Oser-Denkmal oder eben auch Kainitz genannt.Wunderschöner Ausblick ins Leimental.

 Landskron

Geniessen Sie von der Ruine Landskron eine traumhafte Aussicht Richtung Basel, Schwarzwald und Vogesen. Mit dem 10er-Tram bis nach Leymen. Von dort gelangen Sie zu Fuss (ausgeschildert) in 45 Minuten zur Landskron.

 Metzerlerchrütz

Ab Flüh mit der Buslinie Nr. 69 bis auf die Challhöhe. Von dort zu Fuss in knapp einer Stunde zum Metzerlerchrütz. Nun weiter Richtung Blaue Reben oder nach Ettingen oder zur Hofstettermatte hinuntersteigen.

 Remel/Remelturm (Gemeinde Kleinlützel, Grenzverlauf im Burg i.L.)

Der Remel ist ein alter Juraübergang und wurde während der Weltkriege zur Beobachtung der Grenze genutzt. Der Turm bietet einen einmaligen Rundblick ins Elsass, ins Laufental und ins Leimental und ist bequem zu Fuss vom Chall (ab Station Flüh mit Postauto-Linie 69 bis Challhöhe) aus erreichbar.

St-Brice (Gemeinde Oltingen [F], Grenzverlauf mit Rodersdorf)

Ab Station Rodersdorf (Linie 10) ist der Weiler «St-Brice (Britzgi)» mit Kapelle und Bauernhof zu Fuss in einer Stunde erreichbar. Eine im Wohngebäude eingerichtete kleine Wirtschaft bietet den Gästen einige typische Elsässerspezialitäten zum Kosten, und es ist – besonders im Sommer – zusammen mit anderen Waldbummlern im Freien an Tischen unter den Bäumen zu sitzen und bei Speckgugelhopf, Weichkäse und Weisswein die Welt einmal von der schönen Seite zu geniessen.